Gründung des Arbeitskreises »Technik und Kultur«
Im Laufe der von Prof. Dr. Olga Rösch veranstalteten Tagung »Technik und Kultur« vom 25./26. Januar 2008 kamen neben vielen Themen, die in den Fachvorträgen präsentiert und diskutiert wurden, auch eine ganze Reihe von Fragen aus dem Spannungsfeld zwischen Kultur, Technik und Globalisierung zur Sprache. Die Konferenzteilnehmer waren sich einig darüber, dass diese Themen und die betreffenden Kompetenzen in Anbetracht der fortschreitenden Technisierung und Internationalisierung der Gesellschaft nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch und insbesondere für die deutschen Bildungseinrichtungen zunehmend an Praxisrelevanz gewonnen haben und weiter gewinnen, sodass Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg auch der vermeintlich »nur technischen« Hochschuleinrichtungen künftig wesentlich durch sie mitbestimmt werden.
Für die Tagung »Technik und Kultur« war es der Leiterin des Instituts für Interkulturelle Kommunikation gelungen, Vortragende aus ganz Deutschland zu gewinnen, nicht zuletzt mit dem Ziel, die verschiedenen Kompetenzzentren für interkulturelle Kommunikation zu Wort kommen zu lassen und – soweit möglich – miteinander zu vernetzen. Bereits am ersten Konferenztag schlug Prof. Dr. A. Wierlacher (Universität Bayreuth) vor, zur Förderung des weiteren Diskurses über diesen Themenbereich ein unabhängiges und institutionell nicht gebundenes Forum zu schaffen. Auf dem Nährboden einer ungewöhnlich großen Anzahl renommierter Geisteswissenschaftler in einer technischen Fachhochschule und vor dem Hintergrund des gerade begonnenen Brandenburger »Jahrs des interkulturellen Dialogs« reifte dieser Vorschlag in Gesprächen während des ersten Konferenztages und in einer längeren Nachsitzung schnell heran. Nach Diskussionen über das programmatische Was und Wie sowie natürlich auch über die sehr wichtigen »wer-macht«-Fragen und die Frage, wie die Initiative denn heißen könnte, gründeten die Teilnehmer am Ende der Tagung einstimmig den
Arbeitskreis »Technik und Kultur«.
Die Konferenzteilnehmer versprechen sich von der Aufgabenstellung und Tätigkeit des neuen Arbeitskreises, dass dem in seinem Namen zum Ausdruck kommenden wichtigen Zukunftsthema sowohl in Wissenschaft und Wirtschaft als auch in der Öffentlichkeit größere Aufmerksamkeit verschafft und ein Gesicht gegeben werden kann.
Die programmatischen Ziele des Arbeitskreises sind:
- Bewusstmachen des Zusammenhangs und Zusammenwirkens von Technik und Kultur und des gesamtgesellschaftlichen Charakters dieser Phänomene;
- Förderung des wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurses über Kulturfragen in Technik und Naturwissenschaft;
- Herausarbeitung von relevanten Ergebnissen der Wechselwirkung zwischen Technik und Kultur für die Entwicklung von Bildungskonzepten;
- Zusammenarbeit des Arbeitskreises mit der Wirtschaft;
- Entfaltung des Gedankenaustausches in Form weiterer Tagungen mit diesbezüglicher Thematik und Publikationen.